Niederlage gegen Straubing

25.01.2013:

Iserlohn Roosters – Straubing Tigers 3:5 (3:2/0:1/0:2)

Iserlohn – Es war nicht der Abend der Sauerländer. Nach einer durchwachsenen, aber keinesfalls schlechten Leistung musste sich das Team vom Seilersee im `Sechs-Punkte-Spiel´ gegen den direkten Konkurrenten aus Straubing geschlagen geben. Einfach ärgerlich, weil durchaus vermeidbar. Ein Hattrick von Mike York reicht in dieser Saisonphase nicht aus.

Wer Hockey liebt, wird dieses Auftaktdrittel verfluchen. Zwar führten die Roosters nach 20 Minuten mit 3:2, der Weg zu diesem Zwischenergebnis in einem umkämpften DEL-Spiel hätte kaum ungewöhnlicher sein können.  Das gilt auch deshalb, weil der IEC, der auf Jeff Giuliano (Grippe) verzichten musste, zu keinem Zeitpunkt richtig ins Match fand. Feinabstimmung und absolute Konzentrationsfähigkeit fehlte, was den Tigers, die auf sechs Stammspieler gesperrt oder verletzungsbedingt verzichten mussten und in deren Kabine eine Grippewelle herrscht, ausreichte, um im Spiel zu bleiben. Aber der Reihe nach: Mit der ersten Aktion aufs Straubinger Tor brachte Mike York die Sauerländer in Führung. Sein Schuss aus der Drehung und viel Verkehr vor dem Tor - da hatte Straubings Keeper Bacashihua keine Chance (7.) 165 Sekunden später glich Straubing in Überzahl, Kopitz saß auf der Strafbank, zum 1:1 aus. Vielleicht auch deshalb fand das Mason-Team nicht besser ins Spiel, ging aber trotzdem erneut in Führung, als York bei angezeigter Strafe gegen die Gäste erneut traf – 2:1 (11.) Doch auch dieser Vorsprung hatte nur 122 Sekunden Bestand, denn Kramer schoss von der linken Seite auf das Iserlohner Tor, überraschte Caron und glich aus. Damit aber war der Schlusspunkt in einem verrückten ersten Drittel nicht gesetzt. Der gebürte erneut dem überragenden Mike York, der dank seiner exzellenten Spielweise einen lupenreinen Hattrick verbuchen konnte. Straubing leistete sich zwei Strafen in einer Spielsituation, stand nur mit Dreien auf dem Eis, was Wolf und Hock in Überzahl Raum bot, um erneut York am linken Pfosten in Szene zu setzen, der seinen dritten Treffer in einem Drittel verbuchte. Trotz der überragenden York-Show waren anschließend alle froh, dass es in die Drittelpause ging.

Die nutzte Cheftrainer Mason, um sein Team richtig wach zu rütteln. Das gelang, denn der IEC präsentierte sich in den Auftaktminuten als die klar bessere und druckvollere Mannschaft, nur Zählbares fehlte. York, Tomassoni und Lepine hatten Gelegenheiten die Führung auszubauen, scheiterten aber an Torhüter Bacashihua. Straubing dagegen reichte eine Überzahl und ein abgefälschter Schuss zum 3:3 (28.). Dieser Treffer mittendrin in der Iserlohner Druckphase beeindruckte die Sauerländer. Für einige Minuten verlor das Team erneut seine Linie, fand sich allerdings wieder und hatte mit Tobias Wörles Lattentreffer die nächste Chance die Verhältnisse zurechtzurücken. Gleiches galt für zwei Überzahlsituationen kurz vor Ende, aber auch in diesen Augenblicken fehlte die Feinjustierung, so dass es trotz guter Chancen beim Unentschieden blieb.

Das versuchten die Roosters im Schlussdrittel mit viel harter Arbeit in eine Führung zu verwandeln, Jason Bacashihua, von den Sauerländern warm geschossen, zeigte eine seiner besten Saisonleistungen und stoppte Angriff um Angriff der immer noch alles andere als überzeugend agierenden Iserlohner. Gerade aber, wenn man vorne alles versucht, leistet man sich hinten Fehler. Das war auch in der 51. Minute so, als sich der IEC an der eigenen blauen Linie einen Fehlpass leistete, Germyn sich die Scheibe schnappte und Caron bei seinem Alleingang keine Chance ließ. Es war der Patzer, der eine vermeidbare Niederlage besiegelte Zum ersten Mal an diesem Abend lagen die Sauerländer zurück und sollten diesen Rückstand nicht mehr aufholen. Karl Stewarts zweiter Treffer ins leere Iserlohner Tor setzte den Schlusspunkt unter eine vermeidbare Pleite.

 

Die Statistik:

Roosters: Caron – Rogers, Ardelan; Lepine, Peltier; Tomassoni, Kopitz; Orendorz – Hock, Wörle, Stuart; York, Wolf, Bell; Fischhaber, Holzmann, Hommel; Tepper.

Tigers: Bacashihua – Lewis, Brückner; Kramer, Elfring, Dotzler, Ortolf – Meunier, Röthke, Stewart; Beechey, Germyn, Hussey; Whitecotton, Endraß, Schönberger, Keil, Brandt.

Schiedsrichter: Brill (Zweibrücken), Haupt (Kempten)

Tore: 1:0 (06:15) York (Bell, Wolf), 1:1 (09:01) Stewart (Dotzler, Meunier/5:4), 2:1 (10:58) York (Kopitz, Bell), 2:2 (12:59) Kramer (Whitecotton, Schönberger), 3:2 (16:12) York (Wolf, Hock/5:3), 3:3 (27:16) Röthke (5:4), 3:4 (50:16) Germyn, 3:5 (58:28) Stewart.

Strafen: Roosters: 12; Tigers: 12

Zuschauer: 3445