Heißes Westderby-Wochenende beginnt

29.01.2013:

Iserlohn – Sechs Siege aus den letzten sieben Spielen. Die Roosters können mit sich und der Ausbeute aus den letzten Partien in der entscheidenden Phase der Deutschen Eishockey Liga (DEL) zufrieden sein – trotz Straubing. Die Pleite gegen die Niederbayern hätte das Team vom Seilersee in der Tabelle deutlich besser aussehen lassen - entschieden, das wissen alle, wird aber ohnehin erst Anfang März. „Es kommt jetzt mehr darauf an, in den letzten drei Partien vor der Nationalmannschaftspause und der darin stattfindenden Olympiaqualifikation noch so viele Punkte zu sammeln, wie möglich“, sagt Tobias Wörle. Die Aufgaben aber haben es in sich. In fünf Tagen erwarten das Team von Cheftrainer Mason drei Westderbys. Die ersten beiden Partien bestreiten die Sauerländer gegen die Kölner Haie, Mittwoch auswärts (19:30/Kölnarena), Freitag daheim um 19:30 Uhr in der Eissporthalle am Seilersee, Sonntag geht es dann um 18:30 Uhr zum unangenehmen Duell mit der Düsseldorfer EG in den ISS-Dome.

Da man am Seilersee aber grundsätzlich nicht zu weit vorausschaut, gilt die Konzentration zunächst dem Match am Mittwochabend. „Es ist unglaublich schwer gegen Köln zu spielen, weil sie kaum etwas zulassen und in der Defensive einfach überragend stehen“, erklärt Youngster Thomas Holzmann. Er weiß, dass es vor allem darauf ankommt, im Zweikampf Topleistungen zu bringen, was den Sauerländern und insbesondere auch der dritten Sturmformation mit Bravour gelungen ist. Die lässt Doug Mason in einer wirklich außergewöhnlichen Konstellation rotieren, spielt mit vier Spielern für drei Positionen. Hommel, Stuart, Holzmann und Fischhaber teilen sich die Eiszeit und haben mit Ausnahme der Partie gegen Düsseldorf und Straubing überragende Leistungen gezeigt. Insbesondere Christian Hommel, der erstmals in seiner Karriere sogar als Mittelstürmer auf dem Eis steht, schafft es zu überraschen. „Dass ich das noch einmal erleben darf, ist unglaublich“, sagt der gebürtige Hemeraner und kann als Denker und Lenker der Reihe auch auf sein wirklich solides Bullyspiel stolz sein. Die erzielten Tore sprechen ebenfalls dafür, dass die Formation sich gefunden hat.

Veränderungen in der Mannschaft der Sauerländer wird es nicht geben, alles bleibt unverändert zum 2:1-Erfolg nach Penaltyschießen gegen die Nürnberg Ice Tigers vom Sonntag. Torhüter Sébastien Caron steht zwischen den Pfosten, Shawn Hunwick muss auf die Tribüne.

Roosters: Caron – Tomassoni, Kopitz; Lepine, Peltier; Rogers, Ardelan; Orendorz – Fischhaber, Holzmann, Hommel; York, Hock, Bell; Hock, Wörle, Giuliano; Stuart, Tepper