Niederlage bei den Panthern
Spieltag 23: ERC Ingolstadt - Iserlohn Roosters 3:1 (2:1/1:0/0:0)
Ingolstadt.- Die gute Nachricht zu Beginn: Chris Schmidt ist in der Nacht zum Freitag Vater eines gesunden Jungen geworden. ´Owen` soll der 4050 Gramm schwere und 57 Zentimeter große Knabe heißen. Seite Mutter und er erfreuen sich bester Gesundheit. Die gesamte Organisation der Iserlohn Roosters gratuliert Familie Schmidt. Owen ist nach dem kleinen Blake Tapper das zweite Roosters-Baby, das in diesem Jahr in der Waldstadt das Licht der Welt erblickt hat. Vater Chris, der gestern einen wirklich stressigen Tag hinter sich gebracht hat, wurde von Geschäftsstellenleiter Bernd Schutzeigel am Mittag nach Ingolstadt gefahren, sah zwar ein wenig müde, aber glücklich aus. „Ich denke die Glückshormone werden die Müdigkeit schnell aus seinen Knochen vertreiben“, freute sich Co-Trainer Uli Liebsch vor der Partie. Ganz nebenbei trat Schmidt mit seinen Roosters bei dem Team an, dass ihm vor der aktuellen Saison keinen neuen Vertrag geben wollte.
Revanchieren konnte sich Schmidt dafür allerdings in den ersten 20 Minuten genauso wenig, wie seine Mannschaft. Die Roosters hatten Probleme ins Spiel hineinzufinden, Probleme im Spielaufbau und nahmen die Zweikämpfe mit den hart arbeitenden Panthern nicht an. Weil auch insbesondere im Spielaufbau nicht viel zusammen lief, blieben hochkarätige Chancen Mangelware. Das machten zwar auch die Ingolstädter nicht viel besser, trafen aber im ersten Drittel zweimal in Überzahl. Die Sauerländer hatten Probleme vor dem Kasten von Norm Maracle aufzuräumen. Weil dem ansonsten tadellos spielenden Kanadier die Sicht gleich im Doppelpack verdeckt war, trafen Holland und Bellissimo zur 2:0-Führung (4./17.). Dass die Sauerländer trotzdem noch einmal herankamen, war Michael Wolf zu verdanken, der bei einem Wechsel mit Kavanagh und Ready von beiden herrlich in Position gebracht wurde und vom Außenrand des rechten Bullykreises mit einem halbhoch gezogenen Schuss Jimmy Waite im Ingolstädter Tor keine Chance ließ (18.). Es war sein 26. Saisontreffer und ein ganz besonderes wichtiger, denn dieses Tor öffnete den Roosters die Chance, die Partie mit einer deutlichen Leistungssteigerung im zweiten Drittel drehen zu können.
Weil dem Team von Rick Adduono allerdings die mentale Frische zu fehlen schien, gelang das erstmal nicht. Zwar erkannte man eine Leistungssteigerung bei den Roosters, mehr aber auch nicht. Zwar konnte das Team deutlich öfter die Scheibe auf das Tor von Jimmy Waite bringen, insbesondere die drei Überzahlgelegenheiten der Sauerländer in denen sie gefährlich vor dem gegnerischen Tor zu werden schienen, verstrichen ungenutzt. Die Panther ihrerseits machten es besser, erhöhten durch einen weiteren Überzahltreffer von Ficenec auf 3:1 (30.). Insbesondere in den Schlussminuten wurde die Partie ruppiger. Immer wieder ließen sich die Spieler beider Teams von der anderen Seite provozieren. Schiedsrichter Alfred Hascher allerdings blieb untätig. Nicht nur, dass er im zweiten Drittel noch immer nach seiner Linie suchte, er war im Spiel der schlechteste Mann auf dem Eis.
Im letzten Drittel legten die Iserlohner zwar noch mal zu und versuchten ihrem Ruf als Topmannschaft des Schlussabschnitts gerecht zu werden. Dennoch blieben die Aktionen nicht von Erfolg gekrönt. Das Torschussglück der letzten Partien fehlte und deshalb scheiterten die Roosters mit der gezeigten Aufholjagd. In einem mäßigen DEL-Spiel waren die Roosters heute das etwas unglücklichere Team. Dennoch muss man den Sauerländern für ihren Willen ein Kompliment machen. Bis zur Schlusssekunde versuchten sie alles, den Rückstand aufzuholen. Diesmal aber sollte es der Mannschaft nicht gelingen. Dass sie sich darüber am meisten selbst ärgerte, zeigte sich bei jedem einzelnen Wechsel, denn die grimmigen, enttäuschten Gesichter des Teams sprachen Bände. Dennoch bleibt festzuhalten, auch solch ein Spiel dürfen sich die Roosters mal leisten.
Paul Traynor kassierte in Ingolstadt im ersten Drittel seine dritte 10-Minuten-Disziplinarstrafe. Brad Tapper leistete sich fünf Minuten vor dem Ende, nach einem Foul gegen einen Ingolstädter auch noch einen Stockcheck und erhielt dafür eine Spieldauerdisziplinarstrafe. Beide werden der Mannschaft damit am nächsten Freitag im Heimspiel gegen die Hamburg Freezers fehlen.
Die Statistik:
Roosters: Maracle; Traynor, Buckley; Schmidt, Danielsmeier; Blanchard, Dück; Pyka; Kavanagh, Roy, Ready; Hock, Wolf, Tapper; Beechey, Martens, Schymainski; Potthoff, Jones.
Ingolstadt: Waite; Ficenec, Wood; Holland, Bakos; Vogl, Ferguson; Schwarz; Seidenberg, Melischko, Leeb; Schütz, Treille, Bellissimo; Tutschek, Waginger, Hinterstocker; Jörg.
Tore: 1:0 (03:41) Holland (Treille, Bakos/5:4), 2:0 (16:15) Bellissimo (Bakos, Melischko/5:4), 2:1 (17:01) Wolf ( Kavanagh, Ready), 3:1 (29:50) Ficenec (5:4).
Schiedsrichter: Hascher (Miesbach)
Strafen: Ingolstadt: 18 + 10 (Schütz) ; Roosters: 23 + 10 (Traynor) + Spieldauer (Tapper).
Zuschauer: 3320










