Roosters machen sich schönes Weihnachtsgeschenk

Spieltag 31: Iserlohn Roosters – ERC Ingolstadt 7:3 (1:0/2:1/4:2)

Iserlohn.- Um 19:34 Uhr war es soweit! Bobby Wren bekam nach vier Wochen dauernder Verletzungspause seinen ersten Wechsel für die Iserlohn Roosters. „Es geht“, war die kurze aber freudige Aussage Wrens kurz nach dem Warmmachen. Knapp 14 Spielminuten später bereitete Wren den ersten Iserlohner Treffer mit einer tollen Beihilfe vor. Schöner kann ein Einstand wohl gar nicht gelingen.

Das Spiel war im ersten Drittel von viel kämpferischem Einsatz und harter Arbeit beider Mannschaften geprägt. Ingolstadt, ein klein wenig offensiver als zuletzt, sorgte für viel Arbeit für Norm Maracle, Jimmy Waite im Ingolstädter Tor aber hatte nicht viel weniger zu tun. Insbesondere in der ersten 5:3-Überzahlsituation leistete Waite Schwerstarbeit, schaffte es aber, einen Rückstand seiner Panther trotz bester Chancen der Roosters zu vermeiden. Waren die Sauerländer in den ersten sieben, acht Minuten die klar bessere Mannschaft, kamen die Gäste im Verlauf des ersten Abschnitts allerdings immer besser ins Spiel. Den ersten Treffer markierte dennoch der IEC. Ingolstadts Seidenberg saß auf der Strafbank als Hock die Scheibe unter dem Schoner von Jimmy Waite platzierte. Hätte sich der Ingolstädter Keeper nicht bewegt, wäre er nicht aufgestanden, bevor der Schweizer Gastschiedsrichter Mandioni abgepfiffen hätte, es wäre nichts passiert. Waite aber, rührte sich und sorgte dafür, dass die Scheibe zur 1:0-Führung über die Ingolstädter Torlinie ging. Zwar mussten auch die Roosters noch eine Unterzahlsituation überstehen, dennoch brachten die Iserlohner die knappe Führung über die Zeit.

Musste man bis zur 20. Spielminute mit diesem Ergebnis zufrieden sein, so änderten sich die Kräfteverhältnisse im zweiten Abschnitt deutlich. Die Roosters übernahmen vollends das Kommando. Schon nach 75 Sekunden starteten die Sauerländer einen 2:0-Konter in Richtung Ingolstädter Tor, Jimmy Waite parierte den Konter allerdings mit einem unglaublichen Fanghandsave und hielt seine Mannschaft im Spiel. Die Roosters aber ließen sich dennoch nicht aus dem Konzept bringen, stürmten weiter und hatten in der 27. Minute endlich das Glück des Tüchtigen. Tapper und Roy lockten Waite aus seinem Kasten, Tapper passte auf Kavanagh und der hämmerte die Scheibe zum hoch verdienten 2:0 ins Ingolstädter Tor. Ingolstadt wirkte plan- und konzeptlos, hatte kaum eine Offensivgelegenheit. Erst eine Showeinlage zwischen Brad Tapper und Jimmy Waite aber läutete das 3:0 für die Roosters ein. Tapper wollte sich für einen hohen Stock bei Waite entschuldigen, der reckte die Stockhand in die Höhe und traf den Kanadier am Kinn. Tapper fiel daraufhin aufs Eis, auf dem Sekunden später Rudelbildung einsetzte und sich beide Kontrahenten noch einmal zum gemeinschaftlichen Gespräch trafen. In dieser Sekunde fiel plötzlich Waite nach einem vermeintlichen Kopfstoß Tappers zu Boden. Glücklicherweise behielt der gute Schweizer Schiedsrichter die Übersicht und erkannte, dass mehr als eine gute Show nicht hinter den Aktionen steckte. Tapper und Waite mussten für je zwei Minuten auf die Strafbank, weil aber Schütz nach einem Haken ebenfalls raus musste, hatten die Sauerländer Überzahl. Die nutzte Michael Wolf nach einem Schuss vom Außenrand des Bullykreises zum 3:0. Es war Wolfs 33. Saisontreffer. Ingolstadt, durch zwei Hinausstellungen gegen die Roosters in doppelter Überzahl auf dem Eis, kam 50 Sekunden, gerade als Pyka nach seiner dritten Hinausstellung des Abends wieder aufs Eis gekommen war, durch Seidenberg auf 1:3 heran.

Trotz des Gegentreffers aber kamen die Panther nicht zurück ins Spiel, die Roosters setzten ihren Triumphzug gegen Angstgegner Ingolstadt souverän fort. Hocks Pfostenkracher war nach 80 Sekunden nur ein Warnschuss, dann sorgten Tapper, Ready und Roy mit drei wunderschön heraus gespielten Treffern binnen 3:48 Minuten für die 6:1-Führung und damit für den hoch verdienten Erfolg. Beechey erhöhte auf 7:1 (56.), bevor die Panther durch Tutschek und Bellissiomo zu den Treffern zwei und drei kamen. Am Ende war es ein hochverdienter Erfolg für die Iserlohn Roosters, die damit die Pflicht an diesem Wochenende erfüllt haben und mit viel Selbstvertrauen am Sonntag nach Hannover fahren können.

Die Statistik:
 
Roosters: Maracle; Buckley, Traynor; Pyka, Dück; Schmidt, Danielsmeier; Blanchard; Kavanagh, Roy, Ready; Hock, Wolf, Tapper; Wren, Sulkovsky, Beechey; Potthoff, Schymainki, Martens.

ERC Ingolstadt: Waite (ab 49:49 Sebastian Vogl); Ferguson, Holland; Wood, Ficenec; MacNevin, Bakos; Schwarz, Patrick Vogl; Godall, Leeb, Seidenberg; Tutschek, Melischko, Hinterstocker; Schütz, Bellissimo, Treille; Jörg.

Tore: 1:0 (14:57) Hock (Wolf, Wren/5:4), 2:0 (26:30) Kavanagh (Tapper, Roy), 3:0 (36:07) Wolf (Beechey, Hock/5:4), 3:1 (39:10) Seidenberg (Melischko, Goodall/5:4), 4:1 (44:26) Tapper (Wolf, Hock), 5:1 (48:14) Ready (Roy, Schmidt), 6:1 (48:57) Roy (Kavanagh, Ready), 7:1 (55:36) Beechey (5:4), 7:2 (56:05) Tutschek (Bellissiomo, Treille), 7:3 (57:43) Bellissimo (Patrick Vogl).

Schiedsrichter: Nadir Mandioni (Zürich/CH)
 
Strafen: Roosters: 22 + 10 (Traynor); ERC Ingolstadt: 24 + 10 (Leeb).

Zuschauer: 4056