Sieg gegen die Pinguine

Spieltag 55: Iserlohn Roosters – Krefeld Pinguine 5:4 (0:1/3:2/2:1)

Iserlohn.- Robert Hock und Michael Wolf sind die großen Sieger dieses Hockeyabends am Seilersee. Mit einem Tor und zwei Assists beim Sieg gegen die Krefeld Pinguine sorgt der 35-jährige Hock dafür, dass ihm niemand mehr die Krone des DEL-Topskorers streitig machen kann, gleichzeitig sichert sich Michael Wolf mit seinem 43. Saisontreffer eine kleine Vorentscheidung um die Torjägerkrone. Der Nürnberger Spylo kann ihn nicht mehr abfangen, da die Icetigers am Sonntag kein Spiel mehr haben, nur Kölns Ciernik könnte mit Treffern noch für die Wende sorgen.

Bemerkenswert konzentriert starteten die Iserlohn Roosters ins Auftaktdrittel. Ruhig, gelassen und überlegt zurückhaltend präsentierte sich das Team von Cheftrainer Rick Adduono, der angekündigt hatte, Details im Hinblick auf die taktische Ausrichtung seiner Mannschaft zu verändern („Wir müssen uns den letzten Schliff holen!“). Dennoch waren die Iserlohner die dominantere Mannschaft, hatten die besseren Chancen, wussten die aber mal wieder nicht zu nutzen. Wolf, Sulkovsky, Wren, Hock, alle sammelten Torgelegenheit um Torgelegenheit, brachten den Puck allerdings kein einziges Mal am guten Krefelder Keeper Marsters vorbei ins Pinguine-Tor. Die Gäste selbst hatten zwar ebenfalls die ein oder andere Chance, waren aber weit weniger aggressiv als bei den ersten drei Aufeinandertreffen in dieser Saison. Dass sie trotzdem 55 Sekunden vor Ende des Auftaktdrittels mit 1:0 in Führung gingen, war in erster Linie Dusan Milo und seinem Schuss von der blauen Linie zu verdanken. Er suchte Boris Blank vor dem Roosterstor, schoss und Blank fälschte den Puck unhaltbar durch die Schoner von Maracle zur Führung ab.

Als die Krefelder zu Beginn des Mitteldrittels sogar durch einen Unterzahlkonter auf 2:0 erhöhten (22.), da hatten nicht wenige Zuschauer den letzten Sonntag vor Augen, als die Roosters sich auch gegen die Augsburger Panther schwer taten und erst nach einem deutlichen Rückstand zurück ins Spiel kamen. Diesmal aber ließen sich die Roosters mit der Aufholjagd allerdings weit weniger Zeit. Erst sorgte Hock mit einem fulminanten Schlagschuss aus kürzester Distanz bei 5:3-Überzahl für das 1:2 (23.), dann glich Kavanagh nur 98 Sekunden später zum 2:2 aus. Mit diesem Treffer übernahmen die Roosters auch wieder das Kommando auf dem Eis, hatten tolle Chancen, machten aber wieder zu wenig Tore. Krefeld im Spiel 5:5 harmlos, war dafür bei Überzahl umso gefährlicher und traf zur erneuten Führung durch Herberts Vasilijvs (37.). Dass die Roosters kurz vor Drittelende aber noch einmal zum Ausgleich kamen, war in erster Linie Chris Schmidt zu verdanken. Sein genial gespielter Pass auf Bobby Wren nutzte der flinke Kanadier in Überzahl 23 Sekunden vor Ende zum 3:3.

Mit viel Spannung ging es ins Schlussdrittel, in dem zuerst die Roosters jubeln durften – in doppelter Hinsicht. Nicht nur, dass die Sauerländer erneut in Führung gingen, auch dass Nico Pyka den Treffer markierte, freute die 4600 Roostersfans (350 Krefelder) in der ausverkauften Eissporthalle am Seilersee. Sein Flatterpuck, den Marsters im Kasten der Pinguine nicht sehen konnte, war das erste Tor des 30-jährigen gebürtigen Berliners in dieser Saison. Trotz des Gegentores und einer 3:5-Unterzahl kamen die Pinguine nach einem Konter durch Pavlikovsky zum erneuten Ausgleich. Der Starverteidiger der Pinguine hielt die Hoffnung der Schwarz-Gelben aufrecht, doch noch in die Pre-Play-Offs einzuziehen. Die aber hielt nur bis 30 Sekunden vor Schluss. Dann nutzte Michael Wolf seinen 12. Schuss in dieser Partie, brachte die Scheibe an Marsters vorbei und erzielte seinen 43. Saisontreffer zum Sieg gegen die Krefeld Pinguine.

Die Statistik:
 
Roosters: Maracle – Schmidt, Blanchard; Traynor, Buckley; Pyka, Dück; - Kavanagh, Roy, Ready; Hock, Wolf, Beechey; Wren, Sulkovsky, Tapper; Schymainski, Martens.

Pinguine: Marsters – Milo, Kunce; Schopper, Pavlikovsky, Andrews, Martinovic – Alinc, Vasiljevs, Blank; Ramsay, Hager, Maloney; Loyns, Verwey, Pietta; Hölscher, Huebscher, Akdag.
 
 
Tore: 0:1 (19:05) Blank (Milo, Alinc/5:4), 0:2 (21:46) Loyns (Verwey/4:5), 1:2 (22:36) Hock (Traynor, Tapper /5:3), 2:2 (24:14) Kavanagh (Ready, Wren/5:4), 2:3 (36:46) Vasiljevs (Ramsey, Milo/5:4), 3:3 (39:37) Wren (Schmidt, Blanchard/5:4), 4:3 (43:29) Pyka (Hock), 4:4 (48:42) Pavlikovsky (Maloney, Verwey), 5:4 (59:30) Wolf (Hock, Blanchard).
 
Schiedsrichter: Roland Aumüller (Planegg), Georgij Jablukov (Berlin).
 
Strafen: Roosters: 18; Pinguine: 22 + 10 (Pietta).
 
Zuschauer: 4967 (ausverkauft).